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Katzenstreu und Pillenreste

Aussortieren und Neuanfang

Aussortieren der Wohnung bringt echt mega viele Abschiedsmomente mit sich.

Zwischendrin ist soviel Chaos in der Wohnung als hätte ein Tornado eingeschlagen, dann packe ich wieder neue Kisten, bringe Tütenweise Müll runter und die Leere wird fast schon sichtbar und dann wieder sitze ich da und weine…Nostalgiewellen überrennen mich.
Der große Spiegel im Flur offenbar die Wahrheit hinter den Spiegeln… alles was bleibt ist manchmal eben nur Katzenstreu und Pillenreste.

Ich war eine andere Frau mit 20, selbst mit 25 war ich anders… Epochen einer Ära… vieles geschah in dieser Wohnung. Projektionsflächen…Erinnerungen…
Gedankenzüge fahren vorbei: „Vlt. konnte ich mich lange nicht spüren, hatte das Bedürfnis Mangel ausgleichen zu müssen.“  „Warum um alles in der Welt hab ich soviel Mist aufgehoben? „
– Ich habe alles aufbewahrt, was bewiesen hat, dass ich fleißig war oder kreativ oder  wichtig, dass ich was erreicht hab, als Model, als Künstlerin, als Frau.
Anerkannt oder…?  Oder eben nicht vergessen, all die Geschichten die  „wir“ erlebt haben. Das darf jetzt alles gehen – ich spüre meinen Mangel hinter all dem und ich wage mich, dass ich dies aufgebe, dass ich meine Beweise für mein Dasein dieser Zeit einfach wegschmeiße. Denn ich fühle mich wie die alte Frau aus dem Animee die ihr Haus mit all dem Schrott vergangener Zeiten hinter sich her zieht… 6 Jahre… der Altpapiercontainer ist voll!
Und ich verstehe mich. Ich kann mir vergeben und mich im Arm halten. Heute weiß ich, was ich immer gesucht habe und warum ich nie Ruhe fand.
Ich stehe an der Schwelle zu einem neuen Leben, welches absoluten Wandel mit sich bringt.

Die Uhr schlägt einsam ins Leere
Herzen sind schwer
Die Engel sind am Verlieren
Zu beten lohnt sich nicht mehr
Einer steht auf dem Dach
Schreit wirre Reden hinaus
Verbeugt sich tief und schweigt dann
Der Regen spendet Appplaus

…Der Stachel sitzt tief
Erlebe Tage und Nächte
Ohne jeden Unterschied

…Nur betrunkene Sehnsucht
Und hin und wieder der Mond

…Umkreisen und warten
Quelle der Manie (Fliehende Stürme)

 

Es ist so simpel und liebenswert, was wir Menschen eigentlich tun. Wir wollen gesehen werden, geliebt werden, einen Platz in der Gemeinschaft haben und das ist auch schon alles. Haben wir das nicht, dann entstehen all diese schrägen Überlebensstrategien bis hin zu Hass und Krieg. Das spannende finde ich, dass ich nicht plötzlich einen Platz oder Liebe bekommen habe, sondern dass sich ein Schleier gelüftet hat. Das Bewusstsein ist jetzt bereit für die nächste Stufe.

Ich darf mich verabschieden von all diesen Überlebensstrategien
– denn sie erschöpfen uns. Jede Kompensation fordert irgendwann ihren Tribut und dann ist Zeit fürs Aufräumen und entrümpeln der Keller.

Wir leben in einer Zeit des Übergangs.
von der 3. in die 5. Dimension. Manchmal können wir bewusst beobachten, dass wir gerade Situationen und Menschen begegnen, gerade jetzt im Prozess des Los lassens,
die eindeutig in der 3. Dimension verankert sind. Das geschieht, obwohl wir für uns angenommen haben, dass wir uns bereits in der Schwingung der 5. Dimension bewegen.

Sehen wir diese Begegnungen als Anteile von uns, die wir nach außen projizieren und dass die Feindbilder, die sich zeigen lediglich Aspekte von uns sind, die wir noch verleugnen.
diese Begegnungen  sind sehr wichtig für uns, um reflektierend zu erkennen, was wir noch aufzulösen haben.

Treten wir also liebevoll beiseite und beobachten wir ohne zu verurteilen. Damit erweitern wir zart fühlend unser Mitgefühl für uns selbst.

Loslassen bedeutet nicht zu gewinnen oder zu verlieren. Es geht nicht um Stolz oder wie du auf jemanden wirkst.
Loslassen bedeutet nicht von etwas besessen zu sein oder die Vergangenheit fest halten zu wollen.
Loslassen ist kein Verlust. Es bedeutet nicht, eine Niederlage erlitten zu haben oder etwas aufzugeben.
Loslassen ist dankbar sein für die Erfahrungen, die dich zum Lachen brachten und zum Weinen und zum Wachsen.

Beim Loslassen geht es um alles was du hast, alles was du hattest und alles was du schon bald gewinnen kannst.

Ich verabschiede meine wilden 20er und lasse mich selbst frei!

Mögen wir in diesen Phasen unterstützung finden und klare wahre worte, die in uns räsonieren oder zeichen die uns mehr und mehr der wirklichkeit entgegenführen als
den projektionen raum zu geben.

Sei klug
Und halte dich an Wunder.
Sie sind lang schon verzeichnet
Im großen Plan.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Posted by Astarte on 28. Juni 2017

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