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Tiefe ist nicht mehr gefragt

Der Gelehrte war fast immer Fachgelehrter. Sein immenses Wissen war Fachwissen, es bezog sich auf eine begrenzte Disziplin wie Philosophie, Germanistik oder Soziologie. Sein Wissenserwerb erfolgte kanalisiert und verschwamm nicht im Uferlosen. Moderne Studiengänge, mit deren Hilfe Universitäten in Wettbewerb treten, entfernen sich gern von den klassischen Fächern und bieten an ihrer Stelle Konglomerate wie die „European Studies“ oder die in Passau erfundenen „Diplomkulturwissenschaften“. In beiden Fällen ist der Fokus zu groß, das Resultat ist die bloße Addition von verbindungslosem Wissen.

Das Aussterben der Gelehrten ist das Resultat eines kulturellen Wandels:
Stundenlang, in völliger Einsamkeit, Buch für Buch zu lesen,
passt nicht mehr in unsere Zeit,
die vom Wettbewerb dominiert ist
und in der es um schnellen Austausch
und das richtige Netzwerken geht.

…iPad? eye baaaaddd!

...Bisher kam das Neue meist von den jungen Wissenschaftlern. Derzeit arbeiten sie aber unter Bedingungen, die keine großen Würfe erlauben.
…Kurzum, wir leben in einer Zeit, die von den Bedingungen her Gelehrtheit und vielleicht auch Genialität eher verhindert.

 

Ein toller Artikel zum Thema ist hier zu finden:
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/klaus-p-hansen-fuer-gelehrte-ist-uni-feindliches-gebiet-a-883389.html

 

*
Es ist Zeit eine Revolution zu starten!
Junge intellektuelle braucht das Land!!!
Sadness is Rebellion… Sebstzerstörung ist Rebellion! –> Bullshit!
Mach die Fresse auf und bilde dich, ist Rebellion!!!

… die noch fähig sind ein gelesenes Buch zu verstehen bzw. überhaupt zu lesen!
… sich mit Wissen und Sprache auseinander zu setzen.Und sich nicht hinter  ach so tollen smarten Telephonen zu verstecken!
Bildung kommt nicht vom Bild oder Bildschirm, sondern von sich Bilden…

Diskutiert wird in Talkshows und im Internet, zu jedem Thema. Aber die Stimmen, die wir hören, sind nicht die der Intellektuellen.
Wir durchleben derzeit die Anfänge einer historischen Umbruchsituation.
E
ine sich beschleunigende Entwicklung, die auch unser Menschenbild tiefgreifend verändert und zwar auf mehreren Ebenen gleichzeitig.

Als erste wirklich globale Krise, wird sie deshalb schrittweise auch das Bild verändern, das die Menschheit als Ganze von sich selbst hat.
Meine Prognose ist, dass wir uns in den kommenden Jahrzehnten zunehmend als scheiternde Wesen erleben werden,
die auf kollektiver Ebene hartnäckig wider besseren Wissens handeln.
Als Wesen, die aus psychologischen Gründen und auch unter großem Zeitdruck zu wirksamen gemeinschaftlichen Handeln und der notwendigen politischen
Willensbildung einfach nicht fähig sind. Das Selbstbild der Gattung Homo sapiens wird immer stärker auch das eines in evolutionär entstandenen Mechanismen
der Selbsttäuschung gefangenen Opfers des eigenen Verhaltens werden.

Wir kommen hier nicht lebend raus und können uns diesen Prozessen nur geringfügig entziehen.
Deshalb ist BewusstSein so wichtig!

Unterwegs auf den Straßen der Dekadenz
Immer ein bischen drüber,
dafür bewusst klüger 🙂

Posted by Astarte on 28. Februar 2014

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