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Posts from the ‘Neuigkeiten / Termine’ Category

Roadtrip durch Ungarn – 2019

In letzter Zeit ist es hier eher ruhiger geworden, was unter anderem daran liegt, dass wir umgezogen sind und unbedingt vorm großen 3-wöchigen Urlaub noch ganz viel schaffen wollten.
Sichtlich gestresst , genervt und mit einer kaputten Seitentür an unserem MB100 starteten wir gen Ungarn.
Sonst waren wir immer perfekt vorbereitet und hatten uns auch schon mit unserem Reiseziel auseinander gesetzt, ergo etwas gelesen zu Land und Leuten. Dieses mal lag der Reiseführer noch völlig unberührt im Handschuhfach. Wir fuhren einfach los ohne direkten Reiseplan.  Hat auch was!
Wir wollten mit dem Ozora Festival in DÁDPUSZTA  starten.

Tag1 Leipzig-Tschechien

Wir fuhren bis kurz hinter Prag. In unserem alten Stellplatzführer gab es einen kleinen Campingplatz (Benesov u Prahy), dieser sollte es sein.
Leider war der zu und wie ausgestorben. Somit entschieden wir uns fürs wild campen.

Tag2 Slowenien-Ungarn

Wir fuhren bis zum Balaton, Also’örs (Pelso Camping).
Es war ziemlich warm und nach dem langen Auto fahren, hatten wir das dringende Bedürfnis auf schwimmen gehen und noch eine Nacht in Ruhe schlafen bevor das Festival los geht.
Wer weiß wo es uns  hin verschlägt… von daher ist mal Balaton sehen auch gar nicht übel.
Somit gingen wir im Balaton schwimmen, waren aber etwas enttäuscht da dieser enorm flach ist und man Kilometer rein laufen muss um richtig schwimmen zu können.
Zudem war Hochsaison und der Campin Platz war sehr laut und voll.
Egal…, Frisch geduscht und gestätkt verließen wir am nächsten morgen Also’örs und starteten gen Ozora.

Tag3 bis …Zeitgefühl verloren…
Gegen Mittag waren wir da und nach einer witzigen Polizeikontrolle und einer wenig witzigen Diskussion mit Securities vom Festivalgelände, standen wir endlich bei unseren Freunden und konnten ankommen und abschalten.

Was man auf dem  O.Z.O.R.A. erlebt ist schwer in Worte zu fassen, lasst es mich dennoch versuchen, denn wir verbrachten dort 6 traumhafte Tage.

Das Festival geht nicht nur, wie offiziell angegeben, 7 Tage sondern man kann schon Freitags anreisen und dann bis zum Mitwoch nach offiziellem Festivalende dort campen, also kann man dort satte 13 Tage verbringen. Es ist wie eine kleine Stadt mit festen Gebäuden , wo jedes Jahr angebaut statt abgebaut wird.

Auf dem Campingplatz sind überall fest installierte Duschen, Wasserstellen und Toiletten aus Holz vorhanden, keine Dixies. Das Wasser zum Duschen ist ungeheizt, bei den Temperaturen ist es aber sehr angenehm kalt zu Duschen.
Man muss aber gar nicht auf dem Campingplatz campen, man darf nämlich auch auf dem Festivalgelände sein Zelt aufbauen, oder man nimmt erst gar keins mit und bleibt gleich bei der Hängematte, die man irgendwo im Wald oder bei der Stage aufhängt.

Allgemein darf man auf dem O.Z.O.R.A. Festival tun und lassen was man möchte, solange man nichts kaputt macht und Andere nicht einschränkt. Freiheit steht dort an erster Stelle, an zweiter Stelle steht die Liebe, die Liebe zur Natur, zu den Menschen, der Kreativität und der Musik.

Zum Thema Musik kann ich nur sagen, dass dort sehr unterschiedliche Musik läuft, es gab von Techno, Electro, Itlao über Goa bis zu Ambient alles, und auch Live-Performances.
Die Deko war sehr liebevoll und detailreich gestaltet, teilweise wurde sie sogar von den Besuchern selbst mitgestaltet und hat sich über die Festivaltage stetig verändert und erweitert.

Die Verpflegung des Festivals gestaltet sich so vielfältig wie ich es noch nie erlebt habe, es gibt dort fest installierte Restaurants vom Veranstalter mit viel Auswahl, auch für Veganer und Vegetarier. Aber es gibt ebenfalls Stände von selbständigen Personen mit allerlei Spezialitäten aus der ganzen Welt, welche man mal probieren sollte. Und wenn man sich lieber selbst etwas zubereiten möchte, geht man in die „Cooking Grove“ das ist eine riesen Feuer-Kochstelle mitten im Wald und diverse „Küchenhexen“ an denen man backen und kochen kann, was man möchte. Die frischen Zutaten, wie Kräuter dafür kann man auch direkt auf dem Festivalgelände pflücken. Zusätzlich zu dem Gemüse- und Obsthandel gibt es dort auch einen gut sortierten Supermarkt.

Es gab ausserdem noch eine ganze Menge Workshops jeden Tag, für die man sich allerdings anmelden musste. Einen tollen, sauberen Badesee mit Lehmboden, wo man sich gegenseitig mit Schlamm massieren konnte. Es gab eine Mikrokosmos Station, wo man sämtliche Steine, Hölzer usw. unter einem Mikroskop sehen konnte. Dinge bzw. eher Minni-Tierchen die das bloße Auge gar nicht sieht. Kaleidoskope um die Perspektive zu wechseln. Chakra Singen und ganz viel Yoga an jeder Ecke.  Alles war sehr sprituell und auf Geist und Seele eines jeden selbst bezogen.
Beeindruckend fand ich auch die Opening Ceremonie, wo 6 Reiter mit Fackeln den Berg runter galoppiert kamen um das Festival mit einem großen Feuer zu eröffnen, um das dann alle getanzt haben. Die Ungarn sind ein stolzes Reiterfolk, dies kann man in vielen Ecken von Ungarn deutlich spüren. Sie sagen auch gern das sie von den Hunnen abstammen, doch ganz beweisen ist das nicht 🙂 Jedenfalls war das ein Gänsehaut Moment!
Vorallem wenn man bedenkt, dass dort um die 60.000 Menschen waren. Das hat man sonst gar nicht so gemerkt. Das Gelände war so groß und weitläufig.

Man taucht Barfuß ein in eine Welt, in der man seine Seele nicht mehr schützen und verstecken muss, sondern sie Stück für Stück offen legt, vor sich ausbreitet und sich selbst neu entdeckt.
Mit jedem Tag legt man ein Stück seiner eigenen Schwere ab und wird leicht und frei. Themen des eigenen Selbst kommen in den Vordergrund und du weißt was bleibt und was du problemlos
weg tanzen kannst.  Es war eine großartige Erfahrung. Das Ozora steigt auf meiner Lieblingsfestival-Liste ganz nach oben und ich möchte gern nochmal hin!

Allerdings kam nach 6 Tagen bei mir ganz stark das Bedürfnis nach Schlafen ohne Krach und Ohropacks. Die Reise sollte weiter gehen.

 

Wir fuhren also weiter nach Balatonfüred auf einen Campingplatz. Die Idee mit dem Schlafen ging leider daneben, da dort in Balatonnähe Ballermann feeling war. Viele junge Party People,
die bis morgens laut am feiern waren.

Am nächsten Morgen fuhren wir weiter und beschlossen uns so weit es geht ins Hinterland zu verziehen und Ruhe und Natur zu haben.
Unser Bus , den wir in der Zwischenzeit Morla (die Schildkröte in der unendlichen Geschichte) getauft hatten, brachte uns langsam und behaglich ans nächste Tagesziel.
Ta’liandörögd (Napfe’ny Camping), ist ein kleiner Campingplatz im idyllischen Hinterland Ungarns.
Es war sehr ruhig, kaum andere Menschen und sehr nette Betreiber, die etwas deutsch konnten.
Wir blieben 2 Tage dort, da es genau das war was wir brauchten. Stille und Natur!

Wir unternahmen Spatziergänge und grillten und wuschen unsere Wäsche und ließen einfach mal die Seele baumeln. Ich versuchte meinen Tag mit Yoga zu beginnen.
Ich finde das total schön, doch leider läßt es sich so schwer in meinen Alltag integrieren. Mal sehen vlt. klappt es ja noch 🙂

Die nächsten Tage stand uns der Sinn nach etwas Sightseeing. Im Reiseführer hatte ich viel über Veszpre’m und Székesfehérvár gelesen.

Veszprém, welches den schönen Beinamen „Stadt der Königinnen“ trägt,  war der beliebteste Aufenthaltsort vom ungarischen Gründerkönig Stephan und seiner Gemahlin, der Königin Gisela.
Die Burg ist einer der berühmtesten Zielpunkte des Tourismus, in der sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten befinden, wie zum Beispiel das Standbild des ersten königlichen Paars, der Erzbischofpalast oder die Gisela-Kapelle. Seine historische Relevanz hat Veszprém als Krönungsort der Königinnen von Ungarn und heute noch als Bischofssitz.

 



Székesfehérvár
ist im Gegenzug die Stadt der Könige. Ihren kulturellen Reichtum verdankt die Stadt ihrer langen Geschichte. Nach der Staatsgründung von Stephan I. stand hier die Krönungsbasilika, wo sich auch die ungarischen Könige beerdigen ließen. Davon ist allerdings wenig erhalten geblieben und heute stehen nur noch die Mauern. In der Türkenzeit wurde alles vernichtet, doch auf den Ruinen entstand viel Neues und heute steht hier eine nette Altstadt mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten.

Nach einer Mittagsruhe an einem vergessenen Waldbad ging es in gut einer Stunde nach Budapest.

 

Wir fanden einen netten Camping Platz im Zentrum (Haller Camping). Von da aus starteten wir unsere Tages-Touren.
Durch die besondere geographische Lage von Budapest weist die ungarische Hauptstadt sowohl flache Stadtbezirke im Osten als auch hügelige Bezirke im Westen auf. Die Budaer Stadtseite ist geprägt von kleinen Bergen, doch einer dieser Felsstrukturen liegt direkt am Ufer der Donau, weshalb der Berg in der Stadtgeschichte schon immer eine einzigartige Rolle gespielt hat.
Die Rede ist vom berühmten Gellért Berg. Dorthin sollte unsere erste Tour gehen.
Sehenswürdigkeiten wie die Zitadelle oder die Freiheitsstatue mit Freiheitsbrücke, kann man von da aus bestaunen.
Ebenso das Die Gellért-Therme und das Gellért-Schwimmbad. Über die „wunderwirkenden“ Quellen am Berge Gellért gibt es bereits Zeugnisse aus dem 15.Jahrhundert. Das Bad wurde von den Türken später besonders geschätzt, da es größer war und heißeres Wasser hatte, als alle anderen damaligen Bäder von Buda. Der schöne Jugendstil-Bau mit seinem Garten und Statuen und üppigen Arrangements läd zum staunen, baden und verweilen ein.

Weiter ging es am nächsten Tag mit dem Burgviertel im Stadtteil Buda. Es erhebt sich auf dem knapp 170m hohen Hügel am Donauufer von Budapest.
An den kurvenreichen Pflasterstraßen und den begrünten Promenaden des Burgviertels findet man barocke Häuser, Denkmäler der Habsburger sowie Cafés.
Zu den wichtigen Sehenswürdigkeiten zählt die Burg Buda, ein Palast, der im Laufe der Jahrhunderte niedergerissen und wiederaufgebaut wurde und heute die Ungarische Nationalgalerie und das Historische Museum beheimatet. Die Türme und Terrassen der Fischerbastei bieten einen Ausblick auf die Donau und die nahe gelegene Matthiaskirche.
Es gibt unzähliges zu sehen im Burgviertel, man muss einmal selbst da gewesen sein 🙂

 

Am Abend wollten wir uns noch die andere Seite ansehen. Die Pest -Seite von Budapest und das jüdische Viertel.
Das jüdische Viertel gehört zu den schönsten in Budapest. Neben den Synagogen gibt es hier aber auch viele coole Kneipen.
Jung, hip, alternativ und voller Geschichte – so kann man dieses Viertel wohl beschreiben.
Allerdings ist die alternative Welle schon am überschwappen. Die Touris machen es kaputt.
Mittlerweile ist „Szimpla kert“ (Simpler Garten) – noch vor einigen Jahren der Geheimtip, so beliebt bei Budapest-Touristen, dass das Lokal „Fremdenführungen“ durch die Räumlichkeiten anbietet und einen Türsteher benötigt.

Die fantastisch dekorierten Räume bieten weit mehr als nur Bier, Pflaumenschnaps und Underground-Ambiente. In den hinteren Räumen werden abendfüllende Filme von 35-mm-Zelluloidrollen oder Super-8-Aufnahmen aus der „guten alten Zeit“ der 60er- und 70er-Jahre abgespult. Auf den oberen Etagen gibt es Kunstausstellungen, mal Fotografien, mal Seidenmalerei. Amateurmusiker können auftreten und wenn sie wirklich gut sind, im hauseigenen Tonstudio eine erste eigene CD produzieren.
Leider war es uns inzwischen zuviel Mainstream und wir hatten gehofft noch echten Underground zu finden, leider vergebens.

Nach 4 Tagen und 3 Nächten verließen wir Budapest. Wir sind ziemlich begeistert von dieser Stadt. Wir kommen sicher nochmal wieder um den Rest zu sehen.
Sie hat viel Potenzial und bietet unglaubliche Sehenswürdigkeiten. Ich wurde ein paar mal fast überfahren, da ich mit offenen Mund starrend stehen blieb.

Über Österreich und Tschechien fuhren wir Richtung Heimat.
In 2 Tagen waren wir dann wieder in Leipzig.
Die erste Nach standen wir in Österreich Schloß Wilfersdorf auf einem kostenlosen Stellplatz und die zweite Nacht bei Okno‘ in Tschechien auf einem einfachen Parkplatz.

Mein Fazit: Ungarn hat ein traumhaftes Hinterland, welches sich deffiniv lohnt bereist zu werden. Ebenso die Metropole Budapest! Die Ungarn sind sehr nett.
Man kann eine Ungarn Reise auch prima mit einem Trip nach Wien kombinieren, da es auf der Strecke liegt. (haben wir dann aber nicht gemacht).
Gerade diese Wechsel zwischen Weltstadt-Trip und Bade-Relaxen, Natur-Roadtrip ist unschlagbar und entspannt total 🙂

 

 

 

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3 Sep 2019

Geliebte Leela

Geliebte Leela,

ich vermisse dich so. Nie wieder werde ich dein mautzen hören. Nie wieder wirst du dich an mich kuscheln. Nie wieder höre ich dich in der Wohnung rascheln.
Nie wieder werde ich in dein süßes Katzengesicht blicken können. Nie wieder werden wir spielen und nie wieder müssen wir kämpfen wenn es in die Transportbox geht.
6 Jahre meines Lebens hast du mich begleitet. Jeden Morgen bist du mit mir aufgestanden und fast jeden Abend bist du mit mir zu Bett gegangen.

Du warst für mich da wenn es mir nicht gut ging. Hast es immer geschafft mich zum lachen zu bringen.
Du hast mich beschützt und mich umschnurrt oder dich einfach nicht blicken lassen.
Dennoch wusste ich, dass du da bist. Die gute Seele der Wohnung.

Du warst die wohl seltsamste Katze auf dieser Welt, mein kleiner Autist.
Niemand hat mich mehr gelehrt was es bedeutet geduldig sein zu müssen, als du.

Du warst unglaublich schwierig, eine echte Herausforderung, aber es hat sich gelohnt dich nicht aufzugeben.
Nach Hause zu kommen und dich um die Ecke lunzen zu sehen, hat mir so oft den Tag versüßt.
Man kann sich gar nicht vorstellen, wie eng eine Bindung werden kann zwischen Mensch und Katz.
Die Leere die nun da ist, wird nur langsam verschwinden. Die Erinnerungen schmerzen und die Ohnmacht lähmt…

Deine verschrobene Art hat sich tief in mein Herz gebrannt.
Ich kam mit deinen Macken klar und du mit Meinen. Du warst nie nachtragend, wenn nur ein paar Tage.

Du konntest so unglaublich lieb sein, wenn du wolltest.
Du warst viel mehr als ein Haustier, du warst meine Gefährtin.
Schade, dass du den nächsten gemeinsamen Lebensabschnitt nicht mehr erleben wirst. Ich bin sicher, ein Balkon hätte dir gefallen.

Du warst immer viel zu gestresst und zu ängstlich. Vermutlich ist dir das auch zum Verhängnis geworden und hat dein kleines Herz zum Stillstand gebracht bei der Anästhesie.
Ich bin sicher, dass du die OP sonst überlebt hättest.
Du kannst dir nicht vorstellen was es für ein Schock war dich in der Transporttasche in die Tierklink zu bringen und einen Tag später in einer Decke tot wieder mit zu nehmen.

Es war bestimmt die Hölle für dich, allein über Nacht dort zu bleiben, mit all den fremden Menschen und Gerüchen und den Untersuchungen für die sie dich sedieren mussten,
da du sonst noch mehr Ärzte und Pfleger verletzt hättest. So warst du eben. Eine richtige Raubkatze!
Ich muss ein bisschen schmunzeln, während ich mir die Tränen weg wische.

Du bist am 24. 6.2019 gestorben mit 7 Jahren.
Wir werden dich in einem Karton beerdigen. So kannst du auch im Jenseits im Karton reisen.

Ich hoffe, dass du da wo du jetzt bist keinen Stress mehr hast und gechillt die Sonnenseite des Katzenlebens genießen kannst, ohne Angst und blöde Menschen.

Ich werde dich nie vergessen!

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25 Jun 2019

Einen Tag auf Zeitreise

Das Jahr rennt und rennt unerbittlich voran und mit ihm die tausend Dinge die man sich so vorgenommen hat fürs Jahr.

„Eine Nacht im Bauwagen verbringen.“ – Dies habe ich Daniel zum Geburtstag geschenkt. Ich bin immer mehr Fan von Zeitgeschenken = quality time. Materielles hat doch ein jeder zu genüge
und man häuft sowieso zuviel Plunder an.
Das besagte Wochenende war da und wir fuhren für unseren Ausflug zum Rittergut Endschütz.
Das Rittergut Endschütz liegt in der gleichnamigen Thüringer Gemeinde Endschütz etwa 7km südöstlich von Gera im Landkreis Greiz.

Der Hof, besser aber doch das Anwesen, ist ein Vierseiten-Hof, der um 1800 entstanden ist. Seit 2003 kümmert sich Susann Schmidt um den Hof und das mit ganz viel Herzblut.

Schon als wir ankamen leuchteten Bauwagen auf grüner Wiese. Genau so habe ich mir das vorgestellt. Etwas abgeschieden und idyllisch, dazu kommt, dass auch das Innenleben der Wagen mit viel Liebe zum Detail gestaltet ist! Man sieht, dass die Herrschaften hier ein paar Jährchen auf dem Buckel haben und die ein oder andere Geschichte erlebt haben und erzählen würden, wenn sie könnten. Leider hatten wir Pech mit dem Wetter. Das letzte kalte Wochenende vor dem richtigen Frühling… Ein eiskalter Wind wehte uns um die Nase,  als wir im Rittergut auf Erkundungstour gingen. Denn der Hof ist kein geschlossenes Refugium, sondern ein offener Ort für Gäste zum Rumstöbern. Es gibt gefühlt 100 Zimmer. Vom Heimatmuseum, über den Flohmarkt,  geht es ins Gutshaus. Es ist unglaublich, wie viele Details sich hinter jeder Ecke verbergen. Und es ist schwer ausmalbar, wie viel Zeit in diese Ecken gesteckt wurde.

Bei Kaffee und Kuchen erzählte uns Susann wie sie das Rittergut einst vor fand und was seit dem passiert ist. Der große Kamin in der Eingangshalle des Gutshauses wärmte uns und Susann schlug uns vor, lieber eines der Zimmer zu nehmen, anstatt die Nacht im kalten ungedämmten Bauwagen zu verbringen.
Das taten wir dann auch. Wir kommen sicher nochmal wieder im Sommer oder Herbst und setzen den Plan mit dem Bauwagen um 🙂

In dem Zimmer, welches wir uns aussuchten, fühlte ich mich direkt wie eine Lady aus einer anderen Zeit. Wir machten ein kleines Shooting und Daniel heizte den Kamin im Zimmer richtig an, sodass wir es mollig warm hatten. Es ist eine ganz andere Wärme als die aus der Heizung. Alles war so einfach gehalten und doch so unglaublich schön. Man muss das Marode lieben, die Zeit, welche ihre Spuren hinterlassen hat. Dazu gehört auch Putz der bröckelt, Schranktüren die quietschen, Dielen die knarren und Spinnweben die im Sonnenlicht schimmern, Wände auf denen man die Schichten der Farben zählen kann und Öfen welche, wenn man nicht gewillt ist zu heizen, kalt bleiben.

Man konnte sich gut rein denken wie die Menschen um 1800 lebten.
Später kochten wir uns ein Abendessen in der Sommerküche und nahmen ein ausgiebiges Bad in einem so süßen kleinen Badezimmer im shabby Look mit freisthender Badewanne und Blick nach draußen. Danach mussten wir nochmal über den kalten Hof wieder hoch in unser Zimmer, alles war inzwischen mit Kerzen erleuchtet und die dicken Federbetten aus echten Daunen ließen uns wie auf Wolken schlafen.

Am nächsten morgen bereitete uns Susann ein herzhaftes Frühstück mit frischer Kuhmilch und Käse, sowie selbstgemachter Marmelade und Honig und Brötchen aus dem Dorfladen.
Wir haben uns total wohl gefühlt und hatten praktisch trotz Kälte und der kurzen Zeit sofort Urlaubsmodus.

Wer also statt einem einfachen Wochenendtrip gleich mal eine Zeitreise machen möchte, ist hier bestens aufgehoben. Der Hof kann auch für Hochzeiten oder Fotosessions gemietet werden.

Jederzeit ist jeder willkommen und es ist eine Reise wert.

http://www.rittergut-endschuetz.de/

Ausgewogenheit,
Gelassenheit und Ausgleich
bedeuten nicht
die starre Waage
in Unbeweglichkeit
der Sinne,
ohne Tiefgang,
ohne Auftrieb.
Vielmehr fließen sie,
in unaufhörlich,
unabänderlicher
Leichtigkeit
des Seins
***
die Bilder von unserem Shooting gibt es bald hier: http://www.miss-astarte.de/?gallery=zeitreise-die-leichtigkeit-des-seins
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23 Apr 2019

Shooting für Abschlussarbeit

Vor einigen Wochen kam ich in den Genuss Model für Ralf Kristan’s Abschlussarbeit zu werden.
Ralf ist eigentlich Steuerberater und hat sich entschieden nochmal zu studieren. Nämlich Fotographie im Fernstudium, an der OFG/ Online Schule für Gestaltung.
Für seine Abschlußarbeit, wo es um eine selbstgewählte Fotostory gehen sollte, fragte er mich an ob ich für ihm Modell stehen will.
ich liebe Storytelling, das ist mir tausenmal lieber als einen Katalog von einstudierten, steifen Model-Posen runter zu rattern. Man kann Geschichten erzählen,  frei und kreativ sein,
spielen mit Raum und Licht.

Nach einem ersten Kennenlern-Vorgespräch suchten wir nach der passenen Location. Es sollte kein Studio sein, eher eine On Location.
Wir stießen auf die Baumwollspinnerei Leipzig. Dort kann man ähnlich wie bei Airbnb Zimmer mieten. Die sogenannten „Meisterzimmer“.
Riesige Räume mit verschiedenen Ebenen , viel Tageslicht und Industriecharme. Ich war ja sowas von hibbelig was man da nicht alles shooten kann.
Gut, die Einrichtung ist gewöhnungsbedürftig, man muss es mögen.  Aber für „Individualreisende“ , wie die Homepage titelt, genau das Richtige!

Wir trafen uns also zum Shooting im Meisterzimmer. Zur Story war nicht allzu viel bekannt, Ralf wollte es offen lassen um sich von der Location inspirieren zu lassen.
Ich war wie immer auf alles vorbereitet.

Aller Anfang ist schwer. Wir hatten so unsere Startschwierigkeiten. Die Location erschlägt einen zunächst. Ich wollte wissen was Ralf aussagen möchte mit seiner Story.
Ich stellte viele Fragen, ist es mir doch wichtig mich rein denken zu können in eine Thematik, den Fotografen zu verstehen, um es dann vor der Kamera umzusetzen.
Geschichten erzählen, aus dem Leben, aus was auch immer. Hauptsache Echte Emotionen und fast schon schauspielrische Inszenierungen. Es darf natürlich nicht nach Inszenierung aussehen, sondern so, als passiert es grad wirklich und der Fotograf hat es zufällig genauso eingefangen. Das ist die hohe Kunst am Shooten mit Stories.

Wir entschieden uns für 2 simple menschliche Tagesrituale. Wie alle sie kennen. Das morgendliche ankleiden und das abendliche zu Bett gehen. Natürlich und nicht aufgesetzt.
Heraus kam eine klar strukturierte Aufeinanderfolge, stimmungsvolles Licht und eine lineare Abfolge der Bilder.

Das Ganze bewegt sich im Rahmen der Aktfotografie. Die Aktfotografie ist ein sehr spannendes aber auch schwieriges Thema, das vom Fotografen viel
Fingerspitzengefühl und Erfahrung abverlangt. Dafür bringt es einen dicht an den Ursprung der Arbeit mit dem menschlichen Körper.

Unser Ergebnis ist eine schöne und technisch gute Abschlußarbeit, die Ralf 85 % einbrachte. Herzlichen Glückwunsch!

 

Vielen Dank, dass du mich gebucht hast und ich mit dir zusammen arbeiten durfte!

 

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8 Feb 2019

Verschmelzung

Ihr Lieben,

ich hoffe ihr hattet alle einen guten Start ins neue Jahr und wünsche Euch noch alles Gute für Euer ganz persönliches 2019!

Mein erstes Shooting 2019 kam sehr überraschend und spontan. Die liebe Mascha hatte Daniel und mich für ein kleines Projekt angefragt.
Mascha und Daniel sind beide Fotografen und haben früher zusammen in einer WG gewohnt. Ich war dort oft zu Gast. Es war immer sehr spaßig. Mascha hat unsere Hochzeit fotografiert
und ist auch so ein gern gesehner Gast bei uns. Der Austausch ist immer lustig, echt und kreativ. Man hat eben keine Hemmungen vor einander und eine gewisse Vertrautheit.
Dies zeigt sich auch in den Bildern.
Es ging um Körperlichkeit, Verschmelzung und Vertrautheit.

Es sind sehr private und künstlerisch schöne Bilder entstanden, die uns fast wie Geister erscheinen lassen. Eine Gestalt, geformt aus 2 Körpern ohne Gesicht mit vielen Gliedmaßen,
auf einer transzendenten extatischen, höheren Ebene der Liebe.

***

Keine Künstlichkeit, kein Verstecken, einfach SEIN, absolut authentisch. Wenn aus Sehnsucht Leichtigkeit wird, wenn du schwebst wie ein Schwebeteilchen im schwerelosen Zustand, die Zeit stillzustehen scheint, es kein Morgen gibt. Wenn die Sinne so herrlich erweitert werden, sobald du deinen Partner fühlen, riechen, sehen, hören und schmecken kannst. Dann verschwinden alle Ängste im Moment des Eintauchens in die bedingungslose körperliche Einheit zweier Seelen, für diesen Moment.

Diese Art von Vereinigung kann dann als Gefühl der grenzenlosen reinen Glückseligkeit, Wärme und Identität-Verschmelzung  (oder Ego-Verlust) gesehen werden.
Sie entsteht aus tiefem Vertrauen und echter Liebe. Sie läßt die Seelen in Ekstase tanzen.

 

 

die ganze Serie gibt es in der Galerie zu sehen!
http://www.miss-astarte.de/?gallery=verschmelzung-2019-by-mascha-bogner

mehr zu Maschas Bildern findet ihr hier:
https://www.instagram.com/maschabogner/?hl=de

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17 Jan 2019

Ist das Glas halb voll oder halb leer ?

Ist das Glas halb voll oder halb leer ?

Geht die Treppe nach oben oder nach unten?

Manchmal befinden wir uns in der Zwischenablage. Das Jahr neigt sich dem Ende und man speichert sich selbst erstmal ab. Den Jetzt-Zustand abspeichern. Das nächste Level später spielen.

Große Ziele sind gesteckt, doch die kleinen Schritte dahin sind ausschlaggebend. Das Leben hat sich verändert. Es ist im Wandel. Wer festgefahren ist hat verloren. Aber seine ganzen Komfortzonen aufgeben will man auch nicht. Einen Moment inne halten im dazwischen. Zwischen halb voll und halbleer… schweben…

***
Auszug aus : Stairway to heaven

There’s a sign on the wall
But she wants to be sure
‚Cause you know sometimes words have two meanings
In a tree by the brook
There’s a songbird who sings
Sometimes all of our thoughts are misgiving

Ooh, it makes me wonder
Ooh, it makes me wonder

There’s a feeling I get
When I look to the west
And my spirit is crying for leaving
In my thoughts I have seen
Rings of smoke through the trees
And the voices of those who standing looking
………………..
And if you listen very hard
The tune will come to you at last
When all are one and one is all
To be a rock and not to roll
And she’s buying the stairway to heaven

***

by the way möchte ich die neuen Bilder aus dem Shooting mit ResaRot vorstellen.  Zu finden hier in der Galerie. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle!
s.: https://www.instagram.com/resa_rot/

 

 

Das Leben gibt dir keine Rolltreppe in den Himmel, aber ein offenes Fenster!

shot by Daniel Nümm

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30 Nov 2018

Reiseblog – Kreta 2018

Traumurlaub im Osten Kretas

In diesem Jahr haben wir uns für eine Reise ohne unseren Bus entschieden, dafür mit Flugzeug zur südlichsten Insel Europas – Kreta.

Es war unser erster längerer Flugurlaub, weit abseits des Massentourismus, in wunderschöner, fast unverbauter Natur und mit sehr freundlichen Menschen.
Wer keinen Wert auf Dauerbespaßung legt, ist hier absolut richtig!

Über airbnb haben wir uns eine abgelegene Hütte / Caravan / Wohncontainer gesucht.
Im Nirgendwo, auf einem 400m hohem Berg mit Panoramablick aufs Meer, in der Nähe vom idyllischen Bergdorf Chamezi.

 

Das unscheinbare Dörfchen elf Kilometer westlich von Sitia offenbart seine Anmut erst bei näherer Betrachtung. Mit seinen Winkeln und Gassen, üppigem Blumenschmuck und seinen malerischen Innenhöfen hat es viel ursprünglichen Charme bewahren können. Ein kleines Volkskundemuseum bietet u.a. Einblick in die häusliche Webkunst.

Die Anreise nach Chamezi, verlief etwas stressig: zuerst der Direktflug von Berlin nach Heraklion, dann mit dem Mietauto vom Flughafen in den Osten der Insel. Alles in allem waren wir von Leipzig aus gerechnet, um die 12 Stunden unterwegs.

Es war bereits dunkel als wir uns mit unserem Kontaktmann Giorges am Ende von Chamezi trafen. Er führte uns zum Haus. Bretterte mit seiner Suzuki im dunkeln den Berg hoch und wir folgten. Zum Glück sahen wir nicht wie steil es abging. Aus Aspahlt – Straße wurde Betonstraße und daraus wurde Feldweg oder besser gesagt Schotterpiste.
Ich dachte zu mir : Beschwerliche Wege bieten den besten Ausblick!
Mit mehreren wuchtigen Kehren schraubte sich die „Straße“ den Berg hoch. Wir merkten schnell, dass unser Mietwagen nicht das war, was wir erwartet hatten.
Weder Allrad noch genügend PS… er käuchte ganz schön. Zu allem Übel stand im Vertrag vom Mietwagen : „Kein Offroad“! Was sollten wir machen, mussten ja zu unserem Haus kommen.
Wie immer kommt das Abenteuer bei uns nicht zu kurz!

Der Caravan und die Abgeschiedenheit die uns oben erwartete, war aber genau das , was wir uns vorgestellt hatten. Der Sinn stand uns nach Natur , um einmal  die Luft des Auswanderns zu schnuppern. Ein Leben in einem minimalistischen Caravan, der alles bot, aber keinen Schnickschnack hatte. Einen Einblick bekommen in Arten des alternativen Lebens,
im Einklang mit der Natur und der Einsamkeit der Berge.

Am nächsten Morgen, wie auch die Morgen danach, erwartete uns ein atemberaubendes Panorama. Der Blick in die Berge und aufs Meer…Ich habe lange und viel hin geschaut um dieses Bild in mir aufzusaugen… Schöner als jedes Postkartenmotiv! Das ist wahre Schönheit und wahrer Frieden , wie man ihn nur an einem solchen Ort finden kann. Keine Geräusche der Zivilisation drangen an mein Ohr, nur das Rauschen des Meeres und Geräusche von Tieren.

Es war karg hier oben auf dem Berg. Abgesehen von den Olivenbäumen, die regelmäßig bewässert werden – gibt es keine Bäume mehr, sogar höhere Büsche sind selten. Man fragt sich, wie die Ziegen und Schafe in dieser heißen und steinigen Gegend genügend Futter finden.

Die Gegend ist in ihrer Kargheit durchaus ansprechend und bietet sich für Wanderungen und Klettertouren an. Wir haben in dieser Hinsicht leider nicht so viel unternommen.
Außer die Richti-Schlucht, die haben wir durchwandert. Sie ist etwa 5 Kilometer lang. Am oberen Einstieg in die Schlucht befindet sich ein Parkplatz, direkt an der Verbidungsstraße zwischen Agios Nikolaos und Sitia bei der Ortschaft Exo Mouliana. Etwa einen Kilometer vom unteren Ende entfernt trifft man auf den großen Wasserfall. Er ist ca. 20 Meter hoch.
Ein wunderschöner Ausflug und eine tolle Bucht unten am Meer „zur Belohnung“!

Wer nur den Wasserfall sehen möchte, der stellt sein Auto am besten am unteren Ende ab und folgt dem Weg in die Schlucht. Von diesem Ende sind es etwas über einen Kilometer bis zum Haupt-Wasserfall. Der Weg ist teilweise abenteuerlich, man muss über Felsen klettern und den Bach immer wieder auf Steinen überqueren. Am Anfang liegt der Weg voll in der Sonne, später kommt man in Abschnitte, in denen man sich im Urwald wähnt.


Am 2. Urlaubstag, haben wir im Sonnenuntergang auf dem Berg vorm Haus unsere langersehnte Freie Trauung vollzogen, in Anwesenheit unserer Trauzeugen.
Es war ein tolles kleines Ritual mit eigenen Gelübden und im Beisein der Elemente. Unsere nackten Füße im Felsen, die Traukerze am brennen, den Wind in den Haaren und das Rauschen des Meeres in den Ohren. Eine Traumkulisse zum Heiraten im Einklang mit der Natur.

Die Tage darauf haben wir Touren die Ostküste entlang gemacht. Haben Strände besichtigt und getestet wie z.B: Xerokambos, Itanos, Kato Zakros.
In Sitia, der nächst größen Stadt haben wir gegessen, zahlreiche Tavernen in der Umgebung besucht. Unmengen an Melone zum Nachtisch verspeist und den einen oder anderen Raki getrunken.
Das Essen in den kleinen Tavernen ist am Besten. So weit entfernt von den Touristenzentren wurden wir als Gäste herzlich aufgenommen, hier hat uns echte griechische Gastfreundschaft erwartet. Man hat auch wieder gemerkt, wie herzlich andere Kulturen sind und wie sehr wir Deutschen an unserer Steifheit arbeiten müssen.
Mein Favorit waren die überbackenen Auberginen und die reisgefüllten Weinblätter. Und nicht zu vergessen, die Kaktusfeigen! Sehr stachelig, man muss aufpassen beim selber pflücken.

 

Zahlreiche Ausgrabungen, wie z.B. in Kato Zakros legen offen, dass die Region im Osten sowohl in minoischer als auch der frühgriechischen Zeit eine wohlhabende Gegend gewesen sein muss. Man findet fast überall Minoische Ausgrabungen.
Ist man in dieser entlegenen Gegend während der Dämmerung unterwegs, sollte man immer eine Taschenlampe dabeihaben; die Nächte sind sehr dunkel, da die Licht-Abstrahlung von größeren Ansiedlungen fehlt. Man kann einen unglaublichen Sternenhimmel sehen, sogar der Mars war mit bloßem Auge zu erkennen.

Sehr gut gefallen, hat uns auch das kleine Örtchen Mochlos. Es hat einen Mini Hafen und liegt etwas ab vom Schuss. Hier kann man durch die liebevoll gestalteten Gässchen schlendern und regionale Produkte kaufen, sowie Schmuck und Handwerkskunst. Ein kleiner Zugang zum Meer (Strand) ist auch vorhanden. Und die ganz mutigen können rüber zu einer kleinen Insel schwimmen.

Da der Weg auf „unseren“ Berg immer etwas beschwerlich war, haben wir auch viel Zeit dort oben allein verbracht. Es sollte ja vorallem ein Entspannungsurlaub sein, sowas wie Flitterwochen.
Schnell merkte ich , dass war gar nicht so leicht. Es war so schön hier, aber schon nach ein paar Stunden des Nichts tun’s, wusste ich nichts mit mir anzufangen. Konnte nicht abschalten.
Zweisamkeit, Ein Buch lesen, Yoga machen , meditieren… ja und dann?  Das Gefühl von Ruhe stellte sich einfach nicht ein.

In unserer Alltäglichkeit haben wir verlernt unsere momentanen Bedürfnisse zu spüren. Ständig sind die Dinge wichtiger, die uns von aussen begegnen oder gar aufgedrückt werden.
„Nur das eben zu Ende machen, dann habe ich die Zeit“.Wir haben die Ebene der Aktionen des Seins verlassen und bewegen uns nur noch im Bereich der Reaktion..
Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich mit dem „Nichts Tun“ meinen Frieden gemacht hatte und meinen Fokus ändern konnte. Der Prozess des Flow’s ging tief und verlangte von mir meine Haltung von innen und außen zu ändern. Stück für Stück den eigenen Teufelskreis zu durchbrechen, um neue Erkenntnisse zu erlangen. Veränderung beginnt in mir, das Ziel ist klar, der Wendepunkt da, aber der Weg ist eben eine Schotterpiste…

Als ich ihn hatte, diesen Punkt, setzte sich sofort das Gefühl von Ruhe und Entspannung ein. Zeitlosigkeit… einfach nur Sein. Nur das Hier und Jetzt spüren. Diesen traumhaften Ort in mir aufsaugen und speichern. Sodass ich es später abrufen kann und mich immer positiv an diese tolle Zeit erinnere.

Leider hat einen der Alltag viel zu schnell wieder und auch der Stress kommt schneller zurück als einem lieb ist.
Doch der Wendepunkt bleibt und die Erkenntnisse vom Berg. Warum soll man ein stressiges Leben führen, wie es einem die Gesellschaft vor gibt, die sich nur an uns bereichern will…
Wir wählen selbst was wir wollen!
Denn wie schon weiter oben gesagt, bieten beschwerliche Wege den besten Ausblick 😉

Abschließend kann ich sagen,  dass ich /wir uns schwer getan haben unsere Koffer wieder zu packen und zurück zu fliegen. Die Insel ist so vielseitig und man kann so viel entdecken.
Kulturell, landschaftlich als auch menschlich hat Kreta wahnsinnig viel zu bieten. Es ist deffinitiv eine Reise wert oder zwei!

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14 Sep 2018

Jahresausblick 2018 + Foto News

Neues Jahr, neue Herausforderungen!  Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben 🙂

Vermutlich wird es fototechnisch etwas ruhiger werden.
Ich habe nur noch wenig Zeit und Ruhe mich um Shootings zu kümmern. Die Vorbereitungen unserer Hochzeit in diesem Jahr laufen auf Hochtouren und da wir uns für einen etwas ungewöhnlichen Weg entschieden haben, bedarf es etwas mehr Planung.
Somit fehlt mir auch einfach die Energie und die Kreativität für Shootingideen… oft ist die Kommunikation mit Fotografen die mich anschreiben auch mehr als zähflüssig oder anstrengend und kommt am Ende auch bloß nicht zu einer beidseitig nutzbringenden Zusammenarbeit… Also wozu Zeit verschwenden?
Zeit ist das kostbarste was wir haben!

Ergo konzentriere ich mich auf das Jetzt und das was mir wichtig ist!

Einiges neues Bildmaterial kann ich Euch aber trotzdem zeigen:
***

Ich durfte vor einiger Zeit die unendlichen Möglichkeiten der Bildbearbeitung kennen lernen. Der liebe Sven Nowak hat es mir gezeigt und mich selbst die Regler drehen lassen.
Raus kam das hier :

die ganze Galerie mit Bildern von  Blacktrees Photography aus unserer Frankreich Reise und der Bearbeitung von Sven findet ihr in der Galerie: „am Atlantik; Viva la France 2017“

***

Desweiteren hatte ich ein Shooting mit der großartigen Sarah Storch von alte Eule Photography
die Ergebnisse davon finder ihr in der Galerie : „Wild Heart – Gipsy Soul – by Sarah Storch „

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Eher spontan entstand eine kleine Fotoserie  mit mir und Blacktrees Photography in unserer Wohnung. Das erste wirkliche Shooting in  der neuen Wohnung 🙂
seht selbst:

komplette Galerie dazu hier: „female bodyparts in space color“

Stay tuned!

 

 

 

 

 

 

 

 

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18 Jan 2018

Roadtrip 2017 : im MB 100 quer durch Frankreich

Roadtrip 2017 : im  MB 100 quer durch Frankreich
vom Mittelmeer zum Atlantik

3 Wochen ca. 4000km

Warum Roadtrip?

Wir sind keine Fans von all-inclusive-Urlauben à la Lloret de Mar, wir stehen nicht auf volle Hotels und Strände, an denen wir uns einen Platz auf dem Handtuch erkämpfen müssen. Wir wollen Landschaften erleben und sehen, wo uns die Straße hinführt. Freiheit und unendliche Weite. Kurz: Wir wollten ein Abenteuer!
Es gibt doch kaum was schöneres als im eigenen alten Bus durch die Weltgeschichte zu reisen! Morgens von den Sonnenstrahlen welche einen durch die Scheibe kitzeln, geweckt zu werden…
und abends nach einem langen, fahrtenreichen Tag mit einem guten Glas Wein die Sonne unter atemberaubender Landschaft untergehen sehen. Jeden Tag woanders!
Auf Reisen wird der Bus zum zu Hause und zum treuen Begleiter. Auch dieses mal hat er uns gute Dienste geleistet, auch wenn es zum Teil gar keine Straßen gab.

Nach einigen Wochen Planung und mit einem pickepacke vollen Bus und einer groben Route auf dem Navi (Stellplatzführer und Camping Card im Gepäck)   ging’s los auf unsere 3-wöchige Frankreich-Tour. Zu dem Zeitpunkt waren wir uns noch nich sicher ob wir nur Frankreich befahren würden oder auch nen Abstecher nach Spanien (Barcelona) machen.

Ich habe mich entschieden nur kurze Statements zu den einzelnen Stationen abzugeben.
Die Bilder sprechen ja für sich  😉
Viel Spaß beim betrachten!


Tag 1
nach 700km Fahrt am 1. Tag fanden wir einen ruhigen kostenlosen Stellplatz in Metz

Tag 2
nach ca. 600km steuerten wir einen Stellplatz (kostenlos) in Balan bei Lyon an. Wir waren ganz allein dort. Auf dem Parkplatz einer Schule.
Am nächsten morgen wurden wir von Kindern mit Rollkoffern geweckt und ziemlichen Lärm.

Tag 3
Wir erreichten Avignon. Stellten den Bus auf einem Campingplatz nahe dem Zentrum ab und besichtigten die Altstadt.


weiter on the Road .. Kurze Meditation, da ich beim Fahren mit dem Bus noch etwas unsicher bin (Fahre nich häufig Auto).

Tag 4
weiter zum Meer! am südöstlichen Rande der Camargue erreichten wir Salin de Giraud und seine surrealistischen Salzwüsten. Man lief wie auf Crème brûlée.

Surfer berichteten uns vom geheimnisumwobenen Strand bei Beauduk, der wohl ein absoluter Geheimtipp unter Surfern und Abenteurern sei, was uns neugierig machte. Wir fuhren über Schotterpisten bis es nicht mehr ging. Parkten bei Digue a la Mer und gingen den Rest durchs Naturschutzgebiet zu Fuß.  Nach einem langen Fußmarsch war es da, das Mittelmeer.
Azurblau und unberührt. Es war nicht Beauduk, aber es war unendliche Weite und ohne jegliche Spur von Zivilisation. Wir waren die einzigen dort, die ersten die ihre Fußspuren in den Sand rammten. Wir zogen uns aus und gingen schwimmen.  Es war unbeschreiblich schön!

Tag 5

Fuhren wir nach Arles. Arles liegt in der Provence (Côte d’Azur) am Rande der Camargue und des Massif des Alpilles. Bekannt ist Arles für sein römischen Bauwerke und für Vincent van Gogh. Auf dem Weg dorthin begegneten wir Flamingos, wilden Stieren und dem ein oder anderen Pferd. Das CamarguePferd zählt auch heute noch zu einer der letzten wild lebenden Pferderassen.
Landschaftlich ist Frankreich so abwechslungsreich, das kann man sich kaum vorstellen.
Wir fanden für die Nacht einen ruhigen Stehplatz auf einem Weingut. Montcalm bei St. Maries de la Mar.

Tag 6

Petit Rhone; Les Baux-de-Provence  – Das Felsendorf mit Burgruine und unten drunter die Carrières de Lumières.
Das ist
 eine Lichtershow im ehemaligen Bauxit-Steinbruch. In dem alten Steinbruch werden Werke berühmter Maler wie Hieronymus Bosch an die hohen Wände und auf den Boden projiziert. Musik  von Led zeppelin (stairway to heaven) machte den Besuch zu einem eindrücklichen Erlebnis.
Auf einem kostenlosen Parkplatz in der Nähe blieben wir über Nacht.

Tag 7
Nimes. Wir besichtigten die alte Römerstadt und die Arènes de Nîmes (nur von außen).
Es war ein überaus heißer Tag, somit hielten wir später bei Grande motte und sprangen nochmal ins kühle Nass des Mittelmeers.
Noch ein Stück weiter gefahren : Alle Campingplätze waren voll und es dauerte ne Weile bis wir etwas für die Nacht fanden.
Schließlich fanden wir einen kleinen Campingplatz in Marseillan Plage mit Strandzugang.
So konnten wir am abend nochmal am Strand spazieren gehen und etwas entspannen.

Tag 8
Weiter gings durch malerische kleine Orte. Der erste von 3 Regenbögen während unserer Reise zeigte sich am Himmel. Die malerische Landschaft, die leuchtenden Farben und die ländliche Idylle der Provence beeindruckte mich sehr. Gerade nach einem Regenschauer waren die Farben so klar, die Schattierungen der grün und blau-Töne… unbeschreiblich., So konnte man gut nachvollziehen was einen Monet oder van Gogh hier so faszinierte. Zur Nacht standen wir in Villeneuve Minervois.

Tag 9

die Festungsstadt Carcassonne. Eine Reise in die Vergangenheit. Ein Ausflug nach Carcassonne gleicht einer Zeitreise. Spuren von Inquisition konnte man im dortigen Museum finden und sich durch die gewaltigen Mauern und Türme bewegen. Danach fuhren wir weiter bis nach Toulouse. Standen dort auf einem idyllischen Parkplatz am See. Allerdings recht weit ab vom Schuss. Somit entging uns der zauber der Stadt. Sehr schade. Vielleicht beim nächsten mal.

Tag 10
Wir hatten uns entschieden unsere Route zu ändern und statt nach Spanien / Barcelona rüber zum Atlantik zu fahren. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt einen bestimmten Felsen an der Küste anzusteuern. Dort  zwischen SaintJeandeLuz und San Sebastián, wo das wilde Meer und der Fels eins werden, wollte ich meinem Liebsten einen Antrag machen. Nach einer abenteurlichen Autofahrt durch Bayonne waren wir ziemlich platt und wollten eig. Nur pennen.
Spät abends fanden wir einen Parkplatz an einem Golfplatz gegenüber von der Atlantikküste, dort standen ein paar Surfer auch mit alten Bussen. So stellten wir uns dazu für die Nacht.
Ich drängelte und wollte nochmal zum Wasser. Es war zwar nicht der Felsen, aber es war der wilde Atlantik und die Lautstärke und Kraft der Wellen hier konnte einen schon zusammen zucken lassen. Wir spatzierten einen kleinen Pfad runter zum wasser. Dort machte ich meinem Daniel den Heiratsantrag. Wir waren beide zu Tränen gerührt.
In der Hälfte unserer Reise hatten wir uns also nun verlobt! Ein absolutes Highlight.

Tag 11 + 12
Es war uns nach Ruhe und etwas Entspannung. Wir suchten uns einen Campingplatz bei Biarritz in Moliets Plage (le saint Martin). Wieder mit direktem Strandzugang.
Hier merkte man deutlich das die Nebensaison begonnen hatte. Wir konnten uns den Stellplatz sogar aussuchen. Hatten ziemlich unsere Ruhe udn konnten auch mal Wäsche waschen.
Auch unsere Hängematte kam hier endlich zum Einsatz. Allerdings waren die Nächte extrem kalt geworden. Bei ca. 9Grad fröstelten wir mächtig. Dennoch genossen wir die kleine Auszeit mit Strand und tagsüber Sonne sehr!

Tag 13
Fuhren weiter bis Archachon. Besichtigten die Altstadt und den Hafen. Standen dort über Nacht auf einem Parkplatz. Am morgen weckte uns der nächste Regenbogen.

Tag 14
Erreichten wir Die Dune du Pilat an der Atlantikküste bei Arcachon. Sie  ist die größte Wanderdüne Europas. Man fühlt sich wie in der Wüste. Der Horizont bestand nur aus Sand. Eine Seite der Düne ließ uns in den Urwald blicken, die andere aufs Meer.

 

Am selben Tag ging es dann weiter nach Bordeaux.
Es war Wochenende und wir hatten Lust auf Party. Das iBoat welches wir uns für einen abendlichen ausflug ausgesucht hatten, floppte allerdings. Alles schicki micki und irgendwie eher abschreckend. Etwas enttäuscht kuschelten wir uns wieder in den kalten Bus auf dem Parkplatz. Hörten Musik, tranken etwas und machten es uns gemütlich.

Tag 15

ausgeschlafen und fit ging es nun weg von der Küste wieder landeinwärts. Wir schafften es bis Angouleme.Die Nächte wurden zunehmend kälter und der Herbst kam schneller als gedacht. Die Motivation war etwas gesunken, hatten wir ja hauptsächlich für den Sommer gepackt. Der Bus war auch nicht so dicht und ausgestattet wie die ganzen Luxus-Wohnmobile die uns so begegneten. Wir standen für die Nacht auf einem Parkplatz in Saint –Florent beim château de La Rochefoucauld, welches wir am nächsten Tag besichtigten.

Tag 16
weiter nach Saint Quentin durch Frankreichs Innland.

Tag 17
Weltkriegsdorf in Limoges.Das Massaker von Oradour am 10. Juni 1944 war ein durch die Waffen-SS verübtes Kriegsverbrechen an der Bevölkerung des französischen Dorfes Oradour-sur-Glane. Nahezu alle Einwohner wurden dabei ermordet, es gab nur sechs Überlebende.
Das Dorf wurde nahezu unverändert (als Mahnzeichen). man kann noch heute die Aura von Mord, Angst  und Verbrechen dort sprüren.
Wir fuhren am selben Tag noch weiter bis Orléans. Dort hatten wir einen Stellplatz für die Nacht an einer etwas lauten Straße.  Besichtigten die Altstadt und das Jeanne d’Arc Denkmal.
Gingen dort lecker essen und besprachen die letzten Tage der Reise , die noch vor uns lagen.

Tag 18 + 19
Da ich noch nie in Paris war, fiel die Wahl ganz klar auf Paris!
Wir suchten uns einen zentrumsnahen Campingplatz und starteten von da aus eine kleine sightseeing Tour.
Triumphbogen und Eifelturm, laufen…. Eindrücke sammeln.  Am nächsten Tag der berühmte Friedhof PèreLachaise mit Gräbern von Oscar Wilde, Edith Piaf und  Jim Morrison, um nur ein paar Berühmtheiten zu nennen. Sowie ein Denkmal der Pariser Kommune. Als ich so vor dem Grab von Jim Morrison stand stach mir neben den ganzen Widmungen am Baum „This is the end“ entgegen und mir wurde unmittelbar klar, dass unsere Reise nun vorbei ist. Wehmut machte sich breit…

 

Tag 20 + 21
Um wieder nach Deutschland zu kommen, wählten wir die Strecke über Bonn und von da aus dann einen Tag später nach Leipzig.

 

Fazit: 21 Tage ca. 30 Orte über 4000km … eine eindrucksvolle Reise.

Straßenverkehr: Auch ein geübter Fahrer findet auf Frankreichs Straßen viele ungewohnte Tatsachen. z.b: unendlich viele Kreisverkehre.
Besonders auffallend sind die vielen Schilder im französischen Straßenverkehr. So werden auch Radargeräte mit einem Schild angekündigt. Und aufpassen muss man besonders bei den Verkehrsregeln in Frankreich zum Kreisverkehr. Es wird wild gehupt und Mofa oder Roller-Fahrer haben quasi Narrenfreiheit udn erlauben sich alles. Man darf 24 h auf Parkplätzen stehen, ergo auch übernachten. Wenn es ein offfizieller Parkplatz ist.

Allgemein: Man sollte für Tanken, Strädte-Touren und Metro etc. immer eine Kreditkarte dabei haben. Und sich bloß nie in der Schlange falsch anstellen. Die Empörung und das darauf folgende Geschimpfe sind grenzenlos. Englisch oder gar Deutsch wird kaum bzw. ungern gesprochen. Man sollte also der französischen Sprache mächtig sein oder kreativ mit Händen und Füßen. Die Verständigung ist etwas abenteuerlich.

Landschaft: Nicht nur die Mittelmeerküste von Frankreich fasziniert, auch viele weitere Regionen sind absolut malerisch und sehsnwert. Vorallem abwechslungsreich! Dies trifft besonders für die Westküste zu, die sich seit einigen Jahren einer steigenden Beliebtheit erfreut.
Man sollte jedoch vor Ort aktiv unterwegs sein mit dem eigenen Auto.  Nur so ist es möglich, die einzelnen Regionen genau zu erkunden und gleichzeitig individuell zu verreisen.

Ich kann eine Frankreich- Reise nur empfehlen. Denn wer weiß wie lange wir noch die Möglichkeit haben so unberührte, wilde Regionen wie z.B. die Camargue zu erleben.

 

 

 

 

 

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12 Okt 2017

Gedanken zum Tanz

Tanzen ist ein Ritual,
dessen Kraft nicht nur belebt,
sondern auch heilend wirkt.
***

Die Faszination des Tanzens ist weniger in der körperlichen Artistik begründet,
als in der Beteiligung der Bewegung der Seelen.

 Bewegung heilt!

Seit Jahrtausenden werden Tänze in allen Kulturen zur Heilung und Bewusstseinserweiterung verwendet. Es kann eine phantastische Mischung aus Spiritualität, Sinnlichkeit und Kreativität schaffen. Lass dich einladen zum TanzenBewegung erfahren. Luft holen und loslassen – den Körper neu bejahen. Freiräume ertanzen – innen und außen.
Jeder Mensch trägt in sich selbst die Lösungen und Erlösungen. Es braucht Freiraum, um die eigenen Prozesse ins Fließen zu bringen. Wenn ich meinem Körper erlaube, frei zu sein, schaffe ich mir einen neuen Raum.  Ich schalte ab und tauche in die Musik. Ich spüre die Musik mit jeder Faser meines Körpers und lasse mich fallen. Früher tanzte ich nach Choreographien im Burlesque, heute bevorzugt in Clubatmosphäre zu wavigen Beatzz oder harten,dunklen Techno, …Buntes Licht und Nebel!

Es kommt dabei nicht auf die perfekten Schritte oder die beste Haltung an, sondern auf das Gefühl was man dabei hat.  Manchmal höre ich mich sagen: „Ich habe das gebraucht! Ich musste mich frei tanzen“ … und wehe es nähert sich jemand meinem Tanzbereich. Leute die Leute beim tanzen anquatschen gehen gar nicht.
Wirkliche „out of yourself“ Erlebnisse hab ich dann nur, wenn ich auch wirklich los lassen kann und mich nicht gestört fühle. Mich einlassen auf das, was in mir lebt. Je mehr ich alles, was in mir lebendig ist, in die Bewegung, in die sinnliche Welt fließen lasse, um so intensiver wird die Trance beim Tanzen. Nichts mehr planen und kontrollieren, einfach bewegen und bewegt werden, so rückhaltlos authentisch, dass ich mich bei dem, was da passiert, ruhig vergessen kann.

Die Bilder entstanden beim Projekt „Tanz und Bewegung“ von Jens Straube (MÜHLSTRASSE e.V.)
Bearbeitet von Sven Nowak und Daniel Nümm

 

 

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30 Aug 2017